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Filmszene aus neueWut

neueWut

Deutschland 2005

Regie: Martin Keßler
Dodumentarfilm
Dauer und Format: 90 Min.,

Vereinzelter Protest oder eine neue soziale Bewegung?

Immer mehr Bürger misstrauen inzwischen den Verheißungen, neue Arbeit und Wohlstand werde nur durch immer weiteres Sparen, durch immer härtere Schnitte ins soziale Netz oder Lohnkürzungen geschaffen. Eine Politik, die ohne Alternativen sei, wie die Regierung immer wieder erklärt. Immer mehr Bürger beklagen dagegen die soziale Schieflage der eingeleiteten oder angekündigten Reformen. Reformen, die immer öfter als Abstraf-Aktionen empfunden werden. Für all jene, die beim Leistungsmarathon in Betrieben und Unternehmen nicht mehr mithalten können oder die unser Wirtschaftssystem schlicht nicht mehr braucht und sie deswegen auf Schmalkost setzt, wie ein Demonstrant erklärt.

Bis in die Mittelschichten grassiert die Angst vor dem sozialen Absturz. Und diese Angst bricht sich mittlerweile auf der Straße Bahn. Vermischt mit Wut. Eine Wut, die zum Teil durch Großdemonstrationen der Gewerkschaften kanalisiert werden, oder die sich spontan Luft machen, wie bei vielen Anit-Hartz- und Studenten-Protesten.
Montagsdemos gegen Hartz IV oder der Arbeitskampf bei Opel. Es sind Wut und Angst, die die Menschen treiben: Wut über die schamlose Bereicherung bei 'denen da oben' und immer neue Einsparungen 'bei denen da unten'. Und die Angst, sozial abzustürzen. Endgültig.

Im Mittelpunkt des Films stehen die Arbeitslose Barbara Willmann, der Opelarbeiter Paul Fröhlich, die AttacAktivisten Pedram Shahyar und Werner Hallbauer sowie Andreas Ehrholdt, Initiator der Montagsdemos gegen Hartz IV, u.a. Martin Keßler und sein Team haben sie über ein Jahr lang begleitet. Um zu zeigen, wohin sie ihre Wut treibt und ob aus all dem eine neue soziale Bewegung entsteht.

Und wie die Regierung reagiert. Ob es ihr gelingt, die Wütenden zu besänftigen oder ob die Wut der Bürger die Regierenden zu Fall bringt. neueWUT erzählt die „wahre Vorgeschichte“ der vorgezogenen Bundestagswahlen und wie es weitergeht, wenn der Sozialstaat weiter abgebaut wird. Und wie eine andere Politik aussehen könnte. Dazu äußern sich im Film auch DGB-Chef Michael Sommer, Wolfgang Clement und der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Friedhelm Hengsbach.
Ausschnitte aus der Rohfassung von neueWUT wurden bereits im April 2005 auf den Mainzer Tagen der Fernsehkritik (eine Veranstaltung des ZDF) präsentiert. Die bundesweite Premiere von neueWUT fand am 29.7.05 im Frankfurter Kino Cinestar Metropolis statt - mit über 500 Gästen. Seitdem ist neueWUT auf Deutschlandtournee: in Kinos, Bürger- , Gewerkschaftshäusern und Kirchensälen. Bis Ende 2005 gab es bundesweit bereits über 100 größere Veranstaltungen.

Unter www.neueWUT.de kann man sich ausführlich über das Projekt informieren.