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Kinopreis

Kinemathekspreise 2000, 2001 und 2003

Kinemathekspreis 2000

Der Kinematheksverbund, die Vereinigung der deutschen Filmarchive und Filmmuseen, hat am 17. November 2000, im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Mannheim-Heidelberg, zehn Kommunale Kinos in Deutschland, für ihre herausragenden Filmprogramme ausgezeichnet. Nach fast 40 Jahren Kommunaler Kinoarbeit wurde dieser Kinopreis zum ersten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden Kommunale Kinos und Einrichtungen, die sich mit einem herausragenden Jahresfilmprogramm um die Präsentation jener Filme verdient gemacht haben, die oft durch das Raster des Marktes fallen auch wenn sie vielleicht auf vielen Festivals preisgekrönt wurden. Dazu gehört aber auch die Filmgeschichte, Dokumentarfilme, kurze und experimentelle Produktionen, unbekannte und vergessene Kinematografie und nicht zuletzt deutsche Filme von Debütanten, die keinen Verleih gefunden haben. Aus den Mitteln des Bundesbeauftragten für Angelegenheiten der Kultur und der Medien wurden dafür 60.000 Mark zur Verfügung gestellt.

"Im Interesse der Erhaltung eines vielfältigen Filmangebots sollen die Kommunalen Kinos für ihre, die Fundamente der Filmkultur betreffende Arbeit, eine vermehrte Zuwendung erfahren", so Staatsminister Dr. Michael Naumann, der Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM).
Der Kinopreis wurde in fünf Kategorien nach der Größe der Städte unterteilt, in jeder Kategorie wurde jeweils ein Hauptpreis mit einer Geldprämie in Höhe von 10.000 Mark und ein Ehrenpreis in Form einer Urkunde vergeben.

Kriterien bei der Bewertung der Filmprogramme waren:

daneben musste ein angemessener Anteil an deutschen Film im Programm berücksichtigt werden. Der Preis erlaubt den Kommunalen Kinos, ihre filmkulturelle Arbeit stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Darüber hinaus, ist er auch für uns ein Ansporn, im Wettbewerb die Qualität der Programme weiter zu steigern.

Preisträger des Kinopreises 2000

Kategorie IV (Kinos in Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern)
1. Preis: Kommunales Kino Guckloch Villingen-Schwenningen

Begründung der Jury

Den Preis erhält in der Kategorie IV das ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter geführte Kommunale Kino 'guckloch' in Villingen-Schwenningen in Würdigung des ausgewogenen und anspruchsvollen wie vielfältigen Programms, das ausserdem durch regelmäßige Veranstaltungen mit Gästen über die reine Abspielfunktion hinaus seinem Publikum filmbegleitende Diskussionen mit Filmemacherinnen und Filmemachern anbietet. Gewürdigt werden soll mit diesem Preis auch die - ebenfalls ehrenamtliche - Herausgabe der Fimzeitschrift "gaffer", die vierteljährlich das Programm nicht nur ausführlich angekündigt, sondern durch weiterführende Interviews oder Essays dieses Programm einbettet.

Kinemathekspreis 2001

Am 22. Juni wurde in Berlin zum 51. Mal der Deutsche Filmpreis vergeben und einen Tag später wurde ebenfalls in Berlin, zum zweiten Mal der Kinopreis des Kinematheksverbundes verliehen. Beide Preise werden vom Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM), Staatsminister Dr. Julian Nida-Rümelin finanziert, wobei an der Finanzierung des Preises für die Kommunalen Kinos dieses Jahr erstmalig auch die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg beteiligt war. Unter den zehn mit dem Kinopreis des Kinematheksverbundes ausgezeichneten Kommunalen Kinos ging in diesem Jahr nur ein Preis nach Baden-Württemberg (2000 waren es noch drei), und zwar an das Kommunale Kino guckloch in Villingen-Schwenningen. Nachdem das "guckloch" bereits im vergangenen Jahr den 1. Preis in der Kategorie 50 bis 100.000 Einwohner erhalten hatte, konnte das Kino in diesem Jahr den 2. Preis, dotiert mit 3000 Mark und einer Urkunde mit nach Hause nehmen. Zweimal hintereinander mit einem Kinopreis ausgezeichnet zu werden, ist schon etwas besonderes, unter den letztjährigen Preisträgern haben dies nur das Kino in Weiterstadt und das guckloch-Kino geschafft.

Preisträger des Kinopreises 2001

Kategorie IV (Kinostandorte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner)
2.Preis: Kommunales Kino guckloch, Villingen-Schwenningen

Begründung der Jury

Bei den Anträgen überrascht wieder die erstaunliche Angebotsvielfalt, beeindruckt durchgehend das Niveau der Kinos. Die Entscheidungsfindung fiel der Jury schwer, es wurde gründlich und lange diskutiert. Die Qualität des jeweiligen Angebots, dessen Präsentation, die Einbindung der Kinos in das lokale soziokulturelle Umfeld sowie die individuellen Anstrengungen, Publikum anzulocken und zu binden, waren entscheidende Faktoren für die Jury, die sämtliche Entscheide einstimmig fällte. ... Der zweite Preis in der Kategorie IV geht an das Kommunale Kino "guckloch" in Villingen-Schwenningen in Anerkennung der kontinuierlich herausragenden Programmgestaltung, die der Verein seit Jahren, so auch in 2000 wieder, geleistet hat. Hervorzuheben sind unter anderem die Vielzahl der Gäste, die originelle Mischung eines mit Mut zusammengestellten Programms, entsprechende Programmzettel und der `gaffer«, der weit mehr als lediglich eine Programmzeitschrift ist.

Kinopreis des Kinematheksverbundes 2003

Am Sonnabend, den 14. Juni, wurde zum vierten Mal der Kinopreis des Kinematheksverbundes in Berlin vergeben. Die Auszeichnung würdigt die kulturelle Kinoarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals wurde neben den mit 5.000 EUR dotierten ersten Preisen und den mit 2.500 EUR dotierten zweiten Preisen auch ein dritter Preis, verbunden mit einer Urkunde, vergeben. "Die Jury ist erfreut über den Zuwachs an Aufmerksamkeit gegenüber dem Preis und an Ansehen, was sich in einem beachtlichen Mehr an Bewerbungen zeigte. Die Entscheidungsfindung war schwer, denn nahezu alle Kinos, die sich beteiligt haben, bieten mit Engagement, Einfallsreichtum, Sachkenntnis und vor allem mit Liebe zum Film zusammen gestellte Programme. So sind es mitunter Nuancen gewesen, die den Ausschlag für oder wider eine Auszeichnung gegeben haben. Die übrigens durchweg ein-stimmigen Entscheidungen hat die Jury nach ausführlichen Analysen der eingereichten Unterlagen und ebensolchen Diskussionen mit Lust und Freude getroffen." (Peter Claus, Jury)

Preisträger des Kinopreises 2003

Kategorie IV (Städte mit 50.000 – 100.000 Einwohnern)
3. Preis: Kommunales Kino guckloch, Villingen-Schwenningen

Begründung der Jury

Das Kommunale Kino guckloch in Villingen-Schwenningen erhält eine Ehrenurkunde des Kinopreises des Kinemathekenverbundes 2003 in der Kategorie IV, in der Kinos in Städten mit der Einwohnerzahl zwischen 50.000 und 100.000 bewertet wurden. Die jahrelange ideenreiche, engagierte, professionelle Arbeit des ehrenamtlichen Teams überzeugt immer wieder und wurde von der Kinopreis-Jury 2000 und 2001 bereits mit Auszeichnungen gewürdigt. Der diesjährige Preis ehrt die ungebrochene Kontinuität der Arbeit und, auch hier, die lustvolle, das Publikum verführende Präsentation des originellen, qualitativ exzellenten Programms.