Bosnien-Herzegowina 2020

 

Regie & Buch: Jasmila Žbanić
Bildgestaltung: Christine A. Maier
Montage: Jarosław Kamiński
Ton: Igor Camo
Musik: Antoni Komasa-Lazarkiewicz
Produktion: Damir Ibrahimović, Jasmila Žbanić
Darsteller: Jasna Ðuriči, Izudin Bajrović, Boris Ler, Dino Bajrović

104 Minuten

FSK: ab 12

Oscar-Nominierung als „bester internationaler Film“,
Independent Spirit Award 2021 „bester internationaler Film“,
Spielfilmpreis des Internationalen Frauen*Filmfest Dortmund und Köln.

Original (serbo-kroatisch/bosnisch, englisch, holländisch)
mit deutschen Untertiteln



Quo vadis, Aida?

Bis heute ist es unbegreiflich, dass dies 1995 mitten in Europa und vor den Augen der Staatengemeinschaft passieren konnte: das Massaker von Srebrenica in Bosnien. Der Film erzählt von nur wenigen dramatischen Tagen einer Frau, die in einem von Männern dominierten Krieg zwischen die Fronten gerät.

Aida, ehemalige Lehrerin, arbeitet als Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, sucht auch ihre Familie Schutz im UN-Lager. Durch ihre Arbeit erlangt Aida entscheidende Informationen und Einblick in die lebensgefährliche Situation, in der die UN-Offiziere nicht mehr Herr der Lage sind. Die Blauhelme sind heillos überfordert. Aida sucht verzweifelt einen Ausweg, ihren Mann und die zwei erwachsenen Söhne in Sicherheit zu bringen.

Der Regisseurin Jasmila Žbanic ist ein Film über Gewalt gelungen, der die Gewalt nicht offen zeigt. Das Übrige macht unser Kopfkino.

Villingen
Mittwoch, 01. Dezember 2021
20:15 Uhr
Montag, 29. November 2021
20:00 Uhr