Deutschland 2019

Regie, Bild, Montage: Klaus Peter Karger
Musik: Frank Herrlinger
Produktion: Karger Film Kultur und Video
Mitwirkende: Roland Kurz, Uwe Spille, Britta Martin u.a.

87 Minuten

FSK: freigegeben ohne Altersbeschränkung

Deutsche Originalfassung



Villingen
Dienstag, 09. Juli 2019
17:00 Uhr
20:15 Uhr
Freitag, 12. Juli 2019
17:00 Uhr
20:15 Uhr
Montag, 15. Juli 2019
20:15 Uhr
Donnerstag, 18. Juli 2019
20:15 Uhr
Donaueschingen
keine Vorstellung
Die Spaßmacher

Ein schlichter dunkelvioletter Vorhang, davor zwei Stühle, eine quadratische Kiste mit Klappdeckel und eine Rolle Klopapier. Zwei Männer treten auf, der eine in karierter Hose und Ringelshirt, der andere im Nachthemd und mit Rüschen-Unterhose. Das Publikum, eben noch ein Haufen wild umeinander rennender Kinder und angeregt plaudernder Erwachsener, wird mucksmäuschenstill.

»Gibt es Geister und Gespenster, Monster, Hexen oder Feen?« Musikalisch begleitet von Pauke und Ziehharmonika beginnen Beppo und Ferdinand, die Kakerlakis aus Villingen-Schwenningen, ihr Jubiläumsprogramm „Heimlich-Unheimlich“. In der nächsten Stunde werden die Zuschauer an ihren Lippen hängen, sich mit ihnen vor Monstern fürchten, Traumseifenblasen fangen, die Hexe Wackelzahn kennenlernen und sich im wahrsten Sinn des Wortes be-geistern lassen.

Seit drei Jahrzehnten sind sie unterwegs und bringen Groß und Klein mit ihren Späßen zum Lachen: der strenge und arrogante Ferdinand, der immer recht haben muss, und sein liebenswerter Kompagnon Beppo, der viel schlauer ist, als er tut. Nun bekommen sie ein Denkmal gesetzt.

In seinem Film Die Spaßmacher begleitet Klaus Peter Karger die beiden nicht nur durch ihr Jubiläumsjahr und das aktuelle Programm, sondern er unternimmt eine Zeitreise weit zurück bis zu den Anfängen und den ersten Auftritten des„Kakerlaki Clowntheater“, dokumentiert mit zahlreichen Fotos aus den Familienalben und bislang unveröffentlichtem Videomaterial.

Vor allem aber kommen die beiden Akteure selbst zu Wort. Es war nicht immer leicht für Uwe Spille und Roland Kurz, wie die beiden mit bürgerlichen Namen heißen, über einen solch langen Zeitraum so erfolgreich zusammen zu arbeiten. Denn so unterschiedlich wie ihre Rollen auf der Bühne sind auch ihre Lebensgeschichten und die Lebenskonzepte. Es ist nicht immer nur lustig, ein Clown zu sein, wenn man davon leben muss. Aber sie haben sich jedes Mal zusammengerauft, gehen inzwischen auf die Sechzig zu, und denken nicht daran aufzuhören.

»Wir sind manchmal wie ein altes Ehepaar, was nach 30 Jahren nicht verwunderlich ist. Und wir sind immer noch zusammen, was sehr verwunderlich ist«, sagt Beppo im Rückblick auf die vielen, vielen Auftritte vor mehr als 150.000 Zuschauern – vorsichtig geschätzt! Was sie besonders freut: Heute kommen Erwachsene, die bereits als Kinder im Clowntheater waren, mit ihrem eigenen Nachwuchs in die Vorstellungen. Und sitzen wieder vor dem schlichten dunkelvioletten Vorhang und den beiden Stühlen und warten gespannt darauf, dass es endlich losgeht...