USA 2018

 

Regie: Alan Elliott, Sydney Pollack

Montage: Jeff Buchanan

Ton: Jon Gerdemann, Serge Perron

Mitwirkende: Aretha Franklin, James Cleveland, Alexander Hamilton, Southern California Community Choir, C.L Franklin

 

89 Minuten

FSK 0

Original (englisch)
mit deutschen Untertiteln



Amazing Grace

1972 steht Aretha Franklin im Zenit ihrer Karriere. Doch nach 20 Studioalben, inklusive elf Nummer-eins-Hits, beschließt die Queen of Soul zu ihren musikalischen Wurzeln zurückzukehren: In der Missionary Baptist Church in Watts, Los Angeles, gibt sie zusammen mit dem Southern California Community Chor und der Gospellegende Reverend James Cleveland zwei Konzerte und lässt Mitschnitte für das Album aufnehmen. Das Ergebnis „Amazing Grace“ ist bis heute das meistverkaufte Gospelalbum aller Zeiten. Festgehalten wurde das Konzert von einem Filmteam unter der Regie von Sydney Pollack. Aufgrund technischer und juristischer Schwierigkeiten wurden die Aufnahmen jedoch nie öffentlich gezeigt. Jetzt, 50 Jahre später ist jener legendäre Live-Auftritt auf der Kinoleinwand zu erleben. Denn Amazing Grace ist kein Konzertfilm wie andere. Er zeigt, wie eine Messe gefeiert wird, bei der jeder zum Mitwirkenden wird, singend, tanzend und klatschend.

Die „New Baptist Missionary Church“ ist an den beiden aufeinanderfolgenden Abenden gestopft voll. Gemeindemitglieder und Prominente mischen sich im Saal – für einige Momente sind Mick Jagger und Charlie Watts in der Menge zu sehen, besondere Aufmerksamkeit wird dem jedoch nicht geschenkt. Zu Beginn der Veranstaltung belehrt Reverend James Cleveland das anwesende Publikum noch, dass man sich in einer Kirche befinde und nicht bei einem Popkonzert, dann geht es los. Und in der Tat, was in diesem Film zu erleben ist, ist wirklich etwas anderes. Da ist die unmittelbare Verbindung zwischen Aretha Franklin und ihrem Publikum. Besonders deutlich wird dies beispielsweise, wenn Franklins Vater aus der ersten Reihe aufsteht und das Podium betritt, um seiner Tochter mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn zu wischen, während sie singt. Spätestens jetzt wird deutlich, dieser Film ist ein Zeugnis nicht nur aus einer anderen Zeit, sondern auch aus einer anderen Welt.

Villingen
Mittwoch, 31. August 2022
21:00 Uhr
keine Vorstellung