Marguerite Hoffmanns gesamtes Leben kreist um Mathematik. Schon als Kind hat sie ihrer Mutter Suzanne, einer Mathematiklehrerin, beim Korrigieren der Klausuren geholfen. Inzwischen ist sie Doktorandin an der Pariser Elite-Hochschule. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit Primzahlen und stößt dabei auf die Goldbachsche Vermutung. Die brillante Mathematikstudentin ist die einzige Frau im Promotionsprogramm unter dem renommierten Professor Werner an der École Normale Supérieure in Paris. Die junge Frau ist eine Kämpferin, und dies an einsamer Front und muss auch Spott ertragen.
Die Verunsicherung wächst jedoch, als Werner unverhofft einen zweiten männlichen Doktoranden akzeptiert, der zum selben Thema forscht. Bei der Präsentation vor einem Forschergremium weist Marguerites neuer Konkurrent Lucas ihr einen Fehler nach. Der Doktorvater pflichtet ihm bei, Marguerite verliert die Nerven, verlässt die Universität und Werner widmet sich ganz dem talentierten Promovenden Lucas.
Sie flieht in eine andere Welt, sucht einen anspruchslosen Job, zieht mit einer Tänzerin in eine WG und macht neue Lebenserfahrungen. In verrauchten Hinterzimmern ihres neuen Wohnviertels bessert Marguerite ihr Einkommen durch illegale Mah-Jongg-Partien auf. Schnell muss sie erkennen, dass auch das Leben außerhalb der Universität überraschende Erkenntnisse bereithält und sich weder die Mathematik noch Lucas so einfach aus ihrem Leben verbannen lassen. Was im Ergebnis dazu führt, dass die Rechnung für sie glanzvoll aufgeht.
Die Hauptfigur Marguerite ist übrigens stark an der Mathematikerin Ariane Mézard orientiert, die dem Film als Beraterin diente. Gleichzeitig trägt sie laut Novion viel von dem in sich, was der Regisseurin selbst als Frau in einer Männerbranche während ihrer Karriere begegnet ist.