Luana ist Anfang Zwanzig und will raus aus ihrem öden Alltag, in dem sie immer noch mit ihrer Mutter und dem todkranken Vater zusammenlebt. Auch in ihrem Job als Erzieherin im örtlichen Kindergarten fühlt sie sich festgefahren. Da kommt der Vorschlag ihres Cousins Domi ganz gelegen, doch einfach mal im Proberaum seiner neuen Black-Metal-Band WLVS abzuhängen. Dort trifft Luana auf den charismatischen Frontmann Wiktor und schon bald ist sie fasziniert – von dem jungen Sänger, von der aggressiven Musik, die den Kopf freimacht und von den exzessiven Nächten in abgerockten Underground-Clubs. Als die Band im Umland auf Tour geht, ist Luana sofort dabei, verkauft Merchandise auf den Konzerten. Zwischen ihr und Wiktor entwickelt sich eine Beziehung, und zurück in der Schweiz zieht sie bei ihm ein.Gleichzeitig tauchen erste Warnzeichen auf: Luana und die Band stoßen auf weitere Hinweise, dass Wiktor einen rechtsextremen Hintergrund hat. Trotz dieser beunruhigenden Erkenntnisse lässt sich Luana immer tiefer auf ihn ein, bricht den Kontakt zu ihrer Mutter ab und zieht nach der Tour mit Wiktor zusammen.
Doch eigentlich geht es hier nicht um ein Szeneporträt, sondern um eine Beziehungsgeschichte: darum, wie leicht man aus Liebe Warnsignale übersieht, verdrängt oder relativiert und so schrittweise in eine toxische Dynamik gerät. Der Black-Metal-Hintergrund ist dafür nicht zwingend notwendig, bietet sich aber an, da dieser Subkultur – nicht ganz zu Unrecht, aber oft pauschal – rechtsextreme Tendenzen zugeschrieben werden.
Der Sänger zeigt außerdem manipulative Züge: Erst erklärt er ihr, sie bedeute ihm nichts, um kurz darauf ewige Liebe zu schwören. Mit der Zeit stellt sie sich immer mehr auf seine Seite. Sie radikalisiert sich nicht selbst, doch sie entschuldigt und verharmlost alles, was von ihm kommt – selbst dann, wenn es sie sichtlich verunsichert. Hauptdarstellerin Selma Kopp trägt den Film fast allein, ist in nahezu jeder Szene präsent, die Kamera bleibt dicht bei ihr.