USA 2014

101 Minuten

OmU (Englisch)│

DarstellerInnen: Julianne Moore, Alec Baldwin

Bildgestaltung (Kamera): Denis Lenoir

Montage (Schnitt): Nicolas Chaudeurge

Musik: Ilan Eshkeri

Produktion: James Brown, Pamela Koffler, Lex Lutzus

Festivals & Preise:

Golden Globe Awards 2015: Beste Hauptdarstellerin (Julianne Moore); Oscarverleihung 2015: Beste Hauptdarstellerin (Julianne Moore)

In Zusammenarbeit mit den Soroptimistinnen Villingen-Schwenningen im Rahmen der Aktionswoche zur seelischen Gesundheit

Original (Englisch)
mit deutschen Untertiteln



Still Alice
Still Alice – Mein Leben ohne Gestern

Die 50-jährige Alice Howland ist eine weltweit renommierte Dozentin für Psycholinguistik an der Columbia-Universität in New York. Die glücklich verheiratete Mutter dreier erwachsener Kinder steht am Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere.

Während eines Vortrags fehlt ihr plötzlich ein Wort, kurz danach verliert sie die Orientierung beim Joggen auf dem eigentlich vertrauten Campusgelände. Diese kleinen Aussetzer entpuppen sich nach Tests beim Neurologen als eine früh einsetzende, genetisch bedingte Alzheimer-Krankheit.

Die Regisseure Richard Glatzer und Wash Westmoreland haben zufällig den gleichnamigen Roman der Neurowissenschaftlerin Lisa Genova zu lesen bekommen und beschlossen, diese Vorlage zu einem Drama zu verfilmen. Es geht ihnen vor allem darum, ein wahrhaftiges Bild der Krankheitserfahrung, sowohl für die Betroffene Alice, als auch für ihre Familie, zu vermitteln. Vielleicht sind die Regisseure in besonderer Weise auf den tragischen, krankheitsbedingten Verlust von Lebensenergien sensibilisiert, denn Glatzer ist selber an ALS erkrankt. Dabei setzen sie als Mittel die Bildschärfe – und Unschärfe – ein, damit der Betrachter die Umgebung mit Alices Augen sieht.

So erleben wir, wie die Familie unterschiedlich mit Alices Krankheit umgeht, von einer anfänglichen Leugnung der Diagnose, einer Verzweiflung am geistigen Verfall der geliebten Partnerin beim Mann zu einer Akzeptanz des Abbaus Alices intellektueller Fähigkeiten und dem Aufbau einer neuen, von Empathie und emotionaler Reife geprägten Beziehung der einen Tochter zu ihrer Mutter.

Die Schauspielerin Julianne Moore verkörpert das schubweise Verschwinden Alices Erinnerungen und letztendlich ihrer Identität (denn diese definiert sich nach ihren Worten über die Erfahrungen, die Emotionen und den Intellekt eines Menschen) in einer sehr einfühlsamen Weise. Sie hat viel über die Alzheimer-Krankheit recherchiert und stellt eine verletzliche und zugleich würdige Frau dar. Der Film vermeidet somit Klischees und Melodramatik.



Donaueschingen
Montag, 12. Oktober 2026
20:00 Uhr
keine Vorstellung