Deutschland 2025

Regie: Mascha Schilinski
Buch: Mascha Schilinski, Louise Peter
Kamera: Fabian Gamper
Schnitt: Evelyn Rack, Billie Mind
Musik: Michael Fiedler, Eike Hosenfeld
Produktion: Lasse Scharpen, Lucas Schmidt, Melvina Kotios, Burkhard Althoff
DarstellerInnen: Lena Urzendowsky, Laeni Geiseler, Zoë Baier, Hanna Heckt, Konstantin Lindhorst, Greta Krämer

149 Minuten

FSK: ab 16

Festivals & Preise:
Cannes 2025: Großer Preis der Jury
Deutscher Filmpreis (Lola) 2026: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera sowie sechs weitere.
Deutscher Kamerapreis 2026
Bayrischer Filmpreis 2026: Beste Regie
Europäischer Filmpreis 2026: 8 Nominierungen

Deutsche Originalfassung



In die Sonne schauen

Im Mai diesen Jahres wurde In die Sonne schauen mit zehn Deutschen Filmpreisen bedacht. Ein neuer Rekord, nur in einer einzigen weiteren Kategorie (Beste Nebendarstellerin) resultierte die Nominierung nicht in einem Preis. Dazu kommen noch etwa ein Dutzend weitere internationale Filmpreise, nicht zu vergessen, eine Auszeichnung beim Festival in Cannes, mit welchem der Siegeszug dieses Films begann: Zum ersten Mal nach gut einem Jahrzehnt war überhaupt wieder ein deutscher Film im Wettbewerb von Cannes vertreten.
Somit dürfte In die Sonne schauen einer der höchst dekorierten deutschen Filme dieses Jahrzehnts sein. Und dies nicht zu Unrecht, denn der Film ist auch einer der ungewöhnlichsten Filme der vergangenen Jahrzehnte und dürfte allein schon aufgrund seiner cineastischen Innovationen zu einem Paradigma der Filmgeschichte des 21. Jahrhunderts werden.
Dabei kommt der Film erst einmal recht spröde daher: eine Länge von zweieinhalb Stunden, eine alles andere als lineare Handlung, welche mehr als ein Jahrhundert umspannt und fast ein Dutzend Haupt- und Nebenfiguren versammelt. Dieser Film über vier Generationen Frauenschicksale auf einem Gutshof in der Brandenburger Altmark ist ein Film, welcher es seinem Publikum nicht immer leicht macht, aber dafür umso nachhaltiger in Erinnerung bleibt. Immer wieder springt der Film zwischen seinen wesentlichen Zeitebenen: Dem Ersten Weltkrieg, als im Gutshof noch märkisches Platt gesprochen wird, der Zeit unmittelbar nach 1945, die Zeit in der DDR zu Beginn der 1980er Jahre und schließlich unsere heutige Zeit, Mitte der 2020er Jahre. Bei allen Veränderungen werden so die Ähnlichkeiten im Leben der Frauen auf dem Hof deutlich, die im Laufe des Films von Tochter zu Mutter zu Großmutter werden, während die Nachgeborenen an ihre Stelle(n) treten und sich die Geschichten zu wiederholen scheinen.



Donaueschingen
Montag, 26. Oktober 2026
20:00 Uhr
Mittwoch, 28. Oktober 2026
20:15 Uhr