Bhutan / Taiwan 2023

Regie: Pawo Choyning Dorji
Drehbuch: Pawo Choyning Dorji
Bildgestaltung: Jigme Tenzing
Musik: Frédéric Alvarez
Montage: Hsiao-Yun Ku
Produktion: Dangphu Dingphu, a3 Pigs Prod., Les Films Boutique
DarstellerInnen: Tandin Wangchuk, Kelsang Choejay, Deki Lhamo, Harry Einhorn


107 Minuten

FSK: ab 0

Original (Dzongkha)
mit deutschen Untertiteln



The Monk and the Gun
Was will der Lama mit dem Gewehr?

Nach dem Wechsel zur demokratisch-konstitutionellen Monarchie 2008 in Bhutan, der Abdankung des Königs und der Einführung des Fernsehens und anderer westlicher Errungenschaften unterbricht ein Lama seine zweijährige Meditation, um eine religiöse Zeremonie zu zelebrieren. Er beauftragt seinen Meisterschüler, ihm dafür eine Waffe zu besorgen. Nach langer Suche findet dieser bei einem Bauern ein historisches Gewehr, das er tags darauf als Geschenk für den Lama abholt. Er hat keine Ahnung, dass der Bauer zuvor schon mit einem US-amerikanischen Waffenhändler Kontakt hatte, der ihm im Auftrag eines Sammlers 30.000 Dollar für die Flinte geboten hat. In der Folge entwickelt sich eine turbulente Jagd nach dem Gewehr, bei der auch noch mehrere Kalaschnikows, sehr viel Geld und ein holzgeschnitzter Riesenpenis eine Rolle spielen. Und über allem schwebt die Frage, wozu der friedliebende Lama eigentlich eine Waffe braucht…

Gedreht wurde der Film in der wunderbaren Landschaft bei Ura, einem Dorf nördlich des Phrumsengla Nationalparks. Dort gibt es Straßen und Stromversorgung, aber Bhutan hat keine international vergleichbare Filmindustrie und so mussten Kamera- und Lichttechnik im indischen Neu-Delhi angemietet und zum Drehort gebracht werden. Nur einige der Darsteller sind auch Schauspielprofis, viele Rollen wurden mit Bewohnern des Dorfs besetzt, und der Darsteller des Lama ist der reale, derzeitige Lama von Ura.

Der Regisseur Pawo Choyning Dorji hat zuvor den Spielfilm Lunana – das Glück liegt im Himalaya gemacht, den wir auch schon im guckloch-Kino gezeigt haben. In einem Interview sagt er: »Bhutan, wie viele andere Länder auch, strebt unermüdlich danach, modern, aufgeklärt und westlich zu werden. In unserem Streben haben wir viele Male unsere eigene Kultur und unsere Traditionen hinter uns gelassen. Dabei sind sie es, die uns einzigartig machen.«

Villingen
Mittwoch, 28. August 2024
20:15 Uhr
Montag, 26. August 2024
20:00 Uhr