Chile 2019
Genre
Dokumentarischer Essayfilm
Regie, Drehbuch und Produktion
Patricio Guzman
Co-Produzentin
Renate Sachse
Bildgestaltung
Samuel Lahn
Mitwirkende
Pablo Salas, Francisco Gazitua, Vicente Gajardo, Jorge Baradit
Länge
84 Minuten
Sprache
OmU (spanisch)
FSK
ab 12 Jahren

Preise
Goldene Palme in Cannes 2019 als bester Dokumentarfilm
Verleih
Trigon-Film



Villingen
Mittwoch, 09. Dezember 2020
20:15 Uhr
Donaueschingen
Montag, 07. Dezember 2020
20:00 Uhr
La cordillera de los sueñosLa cordillera de los sueñosLa cordillera de los sueños
La cordillera de los sueños
Die Kordillere der Träume

'Die Kordilleren der Träume' ist Guzmans persönlichster und intimster Film. Der heute 78jährige Regisseur beendet damit seine Heimattrilogie und hat so sein filmisches Vermächtnis hinterlassen.

Diesmal steht die zentrale Andenkette im Mittelpunkt, die 80% der Landfläche Chile ausmacht. Für ihn ist der Film ein Plädoyer gegen das Vergessen und für die Erinnerung an die 'revolutionäre Utopie' unter Salvatore Allende und die 'faschistische Diktatur' unter General Pinochet. So betrachtet ist für ihn die Natur ein Sinnbild der politischen Geschichte seiner Heimat. Die gigantische Gebirgskette wird für ihn zu einer Metapher für das Unveränderliche, das bleibt in einer Zeit, in der wir scheinbar alles verloren haben. Der Film führt ihn zurück bis in die Ruinen des Hauses seiner Kindheit. Dabei be-gleitet der Erzähler den Zuschauer auf einfühlsame Weise und mit sehr persönlichen Texten über die politischen und ökonomischen Probleme des Landes bis in die Gegenwart. Und stellt dabei auch die Frage nach dem Sinn von Bildern und deren Wirkung – in einer Zeit, in der wir von diesen geradezu 'überflutet' werden.

Walter Rau