Deutschland, Italien 1986

Regie: Johannes Schaaf
Drehbuch: Michael Ende, Johannes Schaaf, Rosemarie Fendel
Kamera: Xaver Schwarzenberger
Darsteller: Radost Bokel, Mario Adorf, Armin Mueller-Stahl

104 Minuten

FSK ab 6 Jahren, empfohlen ab 6 Jahren

Deutsche Originalfassung



Villingen
Sonntag, 26. Januar 2020
15:00 Uhr
Donaueschingen
keine Vorstellung
Momo

In der Nähe eines antiken Amphitheaters irgendwo in Italien entdeckt der alte Straßenkehrer Beppo ein 10-jähriges Mädchen, das dort alleine mit ihrer Schildkröte Kassiopeia lebt. Die Waise Momo erobert mit ihrer offenen, lebensfrohen Art schnell die Herzen aller Menschen in ihrer Umgebung. Eines Tages jedoch tauchen in der Stadt Herren in grauen Anzügen auf, die unablässig Zigarre rauchen. Sie reden den Leuten ein, sie sollten den Tag besser nutzen. Zufällig erfährt Momo, dass diese Herren nur darauf aus sind, die Lebenszeit der Menschen zu stehlen. Diese rauchen sie nämlich in Form von getrockneten Stundenblumen, um dadurch selbst am Leben zu bleiben. Mit Hilfe von Hora, dem Verwalter der menschlichen Lebenszeit, versucht Momo, die grauen Herren zu stoppen und den Menschen ihre gestohlene Zeit zurückzugeben.

 

Momo ist ein Filmklassiker, der in restaurierter Digitalfassung erneut in die Kinos kommt. Der Film hält sich eng an den Roman und selbst Michael Ende war mit dem Resultat zufrieden. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn Ende stand der Verfilmung seiner Bücher eher kritisch gegenüber, so insbesondere bei der Verfilmung von „Die unendliche Geschichte“. Das moderne Märchen hat nichts von seiner Relevanz und Brisanz verloren, auch und gerade in Zeiten der Fridays for Future-Bewegung. Nur dass Momo 1986 noch nicht „How dare You?“ sagen durfte…

Zusammengestellt von Kilian Schmidt